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Theoretischer
Hintergrund einer Kunstwerkstatt
mit psychisch kranken Menschen
(vgl. Fritz Bremer 1998) |
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Professionelle Künstler
kommen allein oder als Team von
außen mit ihren Ideen und handwerklichen Fähigkeiten in eine
psychiatrische Einrichtung, um gemeinsam mit den Betroffenen Menschen etwas
(Anliegen, Ideen, Sehnsüchte, Verschüttetes aufzuspüren und
künstlerisch zu gestalten) zum Ausdruck zu
bringen. |
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Die Intention
ist, schöpferische Kräfte wieder zu entdecken
und dadurch "Heilung" zu unterstützen. Offenheit und Sensibilität
in den Begegnungen zu schaffen und zeichenhaft Anstöße einer
kulturellen Vision, welche die Kategorien von "verrückt"
und
"normal" in Frage stellen.
Die zweite Intention einer Kunstwerkstatt ist es, die Lebenswelt
eines psychisch kranken Menschen für die Umwelt verstehbar
zumachen, und so die gesellschaftliche Isolation aufzubrechen
und Berührungsängste abzubauen. |
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Die Teilnahme
an einer Kunstwerkstatt ist freiwillig für
alle die Interesse haben und mitmachen wollen.
... BetreuerInnen, KünstlerInnen und Betreute. |
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Die Akzente
einer Kunstwerkstatt liegen auf Freude und
Lust am Tun, sich offen und spielerisch gemeinsam in einen
kreativen Prozess mit verschiedenen Materialien einzulassen,
ohne gleich auf das Resultat oder eine therapeutische Wirkung
fixiert zu sein. Alle Teilnehmenden werden als Mitarbeiter
gesehen, die in ihrer Phantasie und in ihren Fähigkeiten
unterstützt und auch gefordert werden. |
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Es muss ein Thema
gefunden werden, das viele anspricht und genügend Raum für eine
phantasievolle Ausgestaltung zulässt.
Die Kunst besteht unter anderem darin, die vielfältigen Ideen der Mitarbeiter
zu bündeln und in handwerklich einfache Formen
umzusetzen. (malerisch, plastisch, poetisch, musikalisch...) |
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Eine Kunstwerkstatt
soll mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion abgeschlossen werden.
(Vernissage und kleines Fest mit Musik) |
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Durch das
Erleben und die Erfahrung, dass Arbeit gelingt,
ein Thema durch viele Ideen gemeinsam umgesetzt wird, entsteht Selbstwert.
Vertauen in sich selbst und anderes kann wachsen. Erstarrtes löst sich,
dem "Verrücktsein" wird Raum gegeben, und
es findet spielerisch kreative Bahnen. |
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